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Zeitenwende



Wir stehen an einer Zeitenwende. Die kapitalistische Wirtschaft hat ihre Grenzen erreicht. Die Digitalisierung und das Internet eröffnen neue Perspektiven. Vor diesem Hintergrund ergeben sich viele Chancen für eine globale Neuorientierung. Die nachfolgenden Generationen benötigen dringend realistische Vorschläge für eine bessere, gerechte Welt. Es geht um ein gutes Leben für alle Menschen, um Gemeinwohl, Hoffnung und Frieden. Es geht aber nicht um einen Umsturz oder einen Aufstand, sondern um neue Ideen und Überzeugungen.


Was können sieben Milliarden Menschen erreichen, wenn sie sich respektieren, sich als Weltgemeinschaft vernetzen, gemeinsam ihre globalen Ziele bestimmen und miteinander kooperieren?


Es gilt einfach umsetzbare Lösungen zu entwickeln, die allen Menschen ein selbstbestimmtes Leben in Würde ermöglichen sollen. Die Freiheit, sich selbst zu entfalten, ist in der Breite nie Wirklichkeit geworden. Stattdessen unterliegen die meisten Menschen auch in als freiheitlich geltenden Staaten autoritären, undemokratischen Zwängen oder dem zwingenden Diktat der fremdbestimmten Selbstoptimierung. Konkurrenzdenken und abstrakter Erfolgsdruck untergraben schon in Elternhaus und Schule häufig den in unseren Genen verankerten Gemeinschaftssinn.


Ein großes Problem ist das Privatvermögen an Lebensgrundlagen der Menschheit. Der Planet und das gemeinschaftliche Erbe kann an Stelle von Steuern als Grundvermögen in den Mittelpunkt einer gerechten Weichenstellung für einen friedlichen Ansatz zu mehr Zusammenhalt, Gerechtigkeit und Selbstbestimmung bilden, die keine Ideologien oder Machtoptionen beinhaltet. Solche Vorschläge sind geeignet, alle wesentlichen Missstände der Welt zu heilen.


Nur der Mensch gefährdet unsere natürliche Umwelt und damit auch die Menschheit. Nur er kann durch globales Handeln (vielleicht) noch Rettung bringen. Die gegenwärtig zu beobachtende Hilflosigkeit der internationalen Staatengemeinschaft in den existenziellen Fragen zum Klima- und Umweltschutz offenbaren in zunehmendem Maße die Schwächen der gegenwärtigen Ordnung und deren Folgen.


Globale Krisen erfordern Alternativen und bieten Chancen zur globalen Freiheit und Gerechtigkeit. Die nachfolgenden Generationen benötigen dringend Alternativen, Antworten auf die großen Krisen der Menschheit. Es gibt eine natürliche Daseinsordnung: Allen gehört alles und alle Produkte und Güter werden gemeinschaftlich erarbeitet. So oder so ähnlich waren viele Naturvölker organisiert, wenn genug für alle da war. Ansonsten gilt das Gesetz des Stärkeren. In der Zukunft geht es um den Weg der Vernunft zu mehr Gemeinwohl, eine am Gemeinwohl orientierte Weltwirtschaft, um die demokratische und soziale Globalisierung, um Hoffnung und Frieden.


Das Ende des globalen Wachstums ist unvermeidlich und vielfach bereits überschritten. Der weltweite Wettbewerb muss sein Wesen grundlegend verändern. Die Digitalisierung des Lebens geht weiter und erreicht den Kern der industriell geprägten Weltwirtschaft. Fast im Jahresrhythmus werden neue Schlüsselindustrien geboren oder alte vernichtet. Durch die intelligenten Technologien wird sich die internationale Arbeitsteilung neu sortieren.


An der Idee des ewigen Friedens (Kant) müssen wir uns gemeinsam orientieren, wenn wir nicht in einer planetarischen Katastrophe, in Krieg und Terror enden wollen. Ewiger Frieden bedeutet, dass wir die Erde unter all ihren Bewohnern gerecht teilen, heißt also die Erde als universelles Gemeingut.


Globale Bedrohungen und globales Unrecht verheißen der Menschheit derzeit eine apokalyptische Zukunft. Die Regierungen der Nationen und Völker vertreten auch in der Europäischen Union (EU) oder den Vereinten Nationen (UN) letztlich nur nationale Interessen. Sie konkurrieren wirtschaftlich, sozial und zum Teil auch militärisch. Eine global verfasste Menschheit als Entscheidungsgremium existiert nicht. Niemand begehrt wirksam gegen globales Unrecht auf. Dies kann sich eines Tages in nicht mehr zu kontrollierende Gewalt entladen.


Wenn wir uns den Ressourcen der Erde und den natürlichen Prozessen unserer Umwelt nicht anpassen, werden wir sterben. Es zeichnen sich bereits große Herausforderungen und Krisen ab, die die globale Ordnung oder gar die Menschheit gefährden und für die in dem gegenwärtigen politisch, systemischen Rahmen erkennbar keine Lösung gefunden werden kann. Wir befinden uns nicht erst seit kurzem in einem Kampf ums Überleben, sondern unterliegen permanent der natürlichen Auslese.


Die Mehrheit der Menschen auf unserem Planeten ist ohne sozialen Schutz. Die Verwirklichung des grundlegenden Menschenrechts auf soziale Sicherheit ist für den größten Teil der Weltbevölkerung kaum mehr als ein Traum. Nicht zuletzt sozialistische Staaten haben die Macht und nicht den Menschen im Fokus. Auch die Reichen und Mächtigen sind aber vor den Risiken unserer Zivilisation nicht sicher. Die Schwächen und Probleme der heutigen globalen Gesellschaft zeigen sich in den durch sie bereits verursachten Krisen.


Soziales Unrecht gefährdet den Zusammenhalt der Menschheit. In der bestehenden Ordnung übernimmt niemand Verantwortung für unser aller Leben oder für den Planeten. Niemand kann die globalen Probleme lösen. Die Welt gerät immer mehr aus den Fugen. Die Gestaltung des Lebens beschränkt sich in der Vereinzelung häufig auf Frust und Teilnahmslosigkeit.


Wir alle haben allein keine Macht, die Welt zu verändern. Nur wenn sich die Menschheit aus ihrer Lethargie löst, sich befreit und auf die Vernunft besinnt, können die Probleme bewältigt werden. Jeder Mensch auf unserem Planeten müsste die gleichen Rechte haben, nur so wird er auch bereit sein, die gleiche Verantwortung zu tragen. Wir brauchen also vordringlich eine globale, demokratische Ordnung.


Alles wird vergeblich sein, wenn der Mensch von Natur aus schlecht ist: egoistisch, gewalttätig, gierig und machthungrig. Egoisten sind wie hilflose Kinder. Sie müssen lernen, müssen zur Vernunft kommen. Es ist wohl nicht alles gut, was im Menschen steckt, aber auch nicht alles schlecht. Beides ist möglich, nichts zwangsläufig. Der Mensch kann sich auch entwickeln.


Falls der Mensch wirklich schlecht sein sollte, dann muss man ihn beherrschen, wie ein wildes Tier dressieren und einsperren. Dann stellt sich lediglich die Frage danach wer Dompteur spielt. Aber wenn der Mensch ein lebendiges Wesen ist, das flexibel auf seine Umgebung reagiert, dann könnte auch ein System funktionieren, das auf Freiheit und Verantwortung des Einzelnen für sich selbst abstellt.


Die Hoffnung ist die Vernunft und die Verantwortung. Wenn die Lebensumstände den Menschen in der Vergangenheit wohl unstrittig verändern konnten, dann ist der Mensch nicht festgelegt, dann besteht Hoffnung. Hoffnung auf den Wandel, auf die Befreiung von politischem und sozialem Unrecht sowie auf eine gerechte, neue Welt.


Wenn der Mensch bei seiner Geburt die Erde inklusive ihrer Schätze vergeben und verteilt vorfindet, kann er dies nicht als gerecht empfinden. Die ganze Erde ist als Erbteil der gesamten, sich erneuernden Menschheit anzusehen. Der Verbrauch der Ressourcen und der Schutz der natürlichen Umwelt orientiert sich nicht an dem Recht der nachfolgenden Generationen auf nachhaltigen Umgang mit den Grundlagen auch ihres Lebens.


Das Gemeinwohl bringt auch dem Egoisten den größten Ertrag. Wenn es um Glück und Zufriedenheit oder den Sinn des Lebens geht, sind Macht und Reichtum ohnehin eine schlechte Wahl. Nur in der mitfühlenden Interaktion können wir gemeinsam mit anderen Menschen unser Glück finden. Dies würde letztlich auch jedem Leben seinen Sinn geben.


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