Fiktive Zukunft

 

Details lassen sich am Besten in Form von Geschichten betrachten und darstellen. In diesem Abschnitt soll ein Eindruck aus dem Alltag einer zukünftigen Welt vermittelt werden. Einer Welt, die den Weg zu einem kooperativen, globalen Gemeinschaftsleben geht oder gegangen ist.

 

Die fiktiven Geschichten sind frei erfunden, etwaige Übereinstimmungen mit realen Namen und Personen rein zufällig.

 
Die Saga von der Menschwerdung

 

Bis ins dritte Jahrtausend hinein lebten die Menschen vor dem großen Aufbruch als versprengte Gruppen, Stämme, Völker und Nationen. Sie produzierten Waffen, führten Kriege, vernichteten die Ressourcen und die Umwelt ihres Planeten. Als die Temperaturen und der Meeresspiegel in Folge des durch den massiven CO2-Austoß verursachten Klimawandels immer weiter anstiegen, stand die Spezies auf dem ganzen Planeten vor großen Herausforderungen.

 

Die Grenzen des Wachstums waren erreicht. Die Wirtschaft musste neu ausgerichtet werden. Der Planet war ausgebeutet. Die Eliten wollten vor allem ihre Macht erhalten. Erst im 21.Jahrhundert begann dann ein Wandel, der die Menschheit schließlich zur Vernunft brachte und einte. Es begann eine neue Zeit: eine Demokratie ohne Grenzen, ohne Kriege, ohne Waffen, ohne Unrecht.

 
Der Weg in die Deutsche Gemeinschaft

 

Die Welt war aus den Fugen. Die Nachrichten verbreiteten lähmende Angst. Angst vor dem Chaos, dem Zusammenbruch, dem Krieg, dem Umweltdesaster, dem Ende. Seine Eltern litten bereits extrem unter der sich ständig vergrößernden Altersarmut, dem zunehmend prekären Gesundheitssystem und dem Pflegenotstand.

 

Stefan Blohm kannte keine Lösung. Wie konnte er der Angst entfliehen, wie konnte er sich, seine Frau und die Kinder vor Unheil bewahren. Seine Gedanken kreisten um dieses Problem. Er war nicht allein. Es musste in Deutschland Millionen und weltweit Milliarden geben. Menschen, die Sicherheit und Schutz suchten. Menschen, die andere Wege gehen wollten. „Wir müssen jetzt etwas tun“, sagte Nina Blohm zu ihrem Mann. „Ich weiß noch nicht was. Es geht auch nicht nur um uns. Unsere Kinder leiden schon unter der zunehmenden Aggression nicht nur in der Schule. Sie sollen eine lebenswerte Zukunft haben.“

 

Es begannen nächtelange Gespräche, um Auswege zu suchen und die nächsten Schritte zu planen. Eins war sicher, allein konnten sie nichts ändern. Ihre bisherige Passivität war nicht geeignet, Mitstreiter zu gewinnen: Krisen und Kriege, überall. Die Schuldenkrise in Europa, die den Euro gefährdet. Was ist, wenn das Geld nichts mehr wert ist? Wenn nichts - auch keine Nahrung mehr - gekauft werden kann. Sie haben schließlich eine kleine Tochter und einen kleinen Sohn. Was sollten, konnten sie tun?

 

Die europäischen Regierungen kannten nur eine Lösung: Sie kauften Zeit - mit billigem Geld und neuen Schulden. Schulden und billiges Geld waren doch Auslöser dieser Krise! Wie können zusätzliche Schulden Europa aus einer Schuldenkrise führen? Wie können den überschuldeten Staaten neue Kredite helfen? Nina Blohm wusste, das dicke Ende kommt unaufhaltsam näher. Aber die Währungskrise war nicht allein die Ursache ihrer Angst. Wo sie auch hinhörte, gab es Probleme.

 

Flüchtlinge überschwemmten Deutschland. Das Meer, der Boden waren verseucht. Das Klima spielte verrückt. Alles wurde teurer, vor allem die Energie und die Mieten. Die sozialen Unruhen in vielen Staaten dieser Welt nahmen bedrohliche Formen an. Daneben gab es weltweit agierende terroristische Milizen, die religiöse Fanatiker rekrutierten und Andersdenkende "massakrierten". Kein Wunder, dass die Flüchtlingsströme anschwollen. Alles geriet allmählich aus den Fugen. Auch das nachbarschaftliche Miteinander wurde schwieriger.

 

Stefan und Nina Blohm hatten Freunde und diese hatten auch Freunde. Am Abend wollten Sie sich mit Holm Christ und seiner Frau Helga treffen, die ähnliche Sorgen plagten. Sie und auch die meisten anderen Freunde(innen) und Bekannten hatten ebenfalls Angst. Sie fühlten sich dieser Angst ohnmächtig ausgeliefert. Ihre persönlichen Lebensumstände hatten sich deutlich verschlechtert: Umweltbelastungen und finanzielle Auszehrung in Folge von Preissteigerungen in den Bereichen Wohnen, Nahrung und Infrastruktur. In vielen Regionen der Welt drohten Bürgerkriege oder waren bereits in vollem Gange. Viele Staaten drohen wie schon zuvor Somalia endgültig zu scheitern: Syrien, Irak, Libyen. Das Flüchtlingselend weitete sich immer weiter aus.

 

Nina Blohm beschloss mit ihrem Mann, zunächst eine weitgehend unabhängige Versorgungsgemeinschaft anzustreben. Die solidarische Landwirtschaft war eine existierende Alternative zur industriellen marktorientierten Produktion. Nina Blohm war 23 Jahre alt, als sie sich in einer der ersten nicht offiziellen, frei zusammengesetzten Basisgruppen engagierte. Sie und ihr Mann sowie Holm Christ und seine Frau Helga hatten beschlossen, eine Selbstversorgung ihrer Familien vor allem für den Notfall zu organisieren.

 

Sie konnten zunächst mit 12 Freunden(innen) und 34 Freunden(innen) von Freunden(innen) eine Basisgruppe gründen, die sich über eine Webanwendung vernetzte. Ein Versammlungsraum für die Gründung und zeitweisen Treffen konnte zunächst in dem Hinterzimmer einer nahe gelegenen Gastwirtschaft gefunden werden. Zumeist tauschten sich die Mitglieder(innen) der Basisgruppe zwischen den Versammlungsterminen über Video, Chat, Mail

oder Telefon aus. Die zur Verfügung stehende Webanwendung war hier sehr hilfreich.

 

Die ungewohnte Nähe und die häufigen Streitgespräche belasteten zunächst. Die Gruppe wuchs aber immer mehr zusammen. Freundschaften wurden neu begründet oder vertieften sich, obwohl die politische Diskussion immer konfliktreicher wurde. Der Umgang miteinander war am Anfang schwierig. Die Streitkultur verbesserte sich jedoch schnell. Die Minderheiten stritten bis zur Entscheidung leidenschaftlich. Nach der Entscheidung folgten sie solidarisch der Mehrheit.

 

Es arbeiteten parallel bereits viele soziale Organisationen, Versorgungsgemeinschaften, Initiativen und politische Strömungen zusammen, um eine direkte demokratische Ordnung zu etablieren. Die demokratische und soziale Globalisierung war das Ziel.

 

Nach drei Jahren war die Gruppe durch Verträge mit nun befreundeten solidarischen Landwirten(innen) für den Notfall gesichert. Auch durch Kooperation mit anderen, nun befreundeten Gruppen und Gemeinschaften war eine autonome Selbstversorgung sichergestellt. Das Primärziel war erreicht.

 

Die nach wie vor bedrohlichen Krisen hatten sich noch verschärft, aber ihren unmittelbaren Schrecken verloren. Nina und die Gruppenmitglieder hatten durch die Einbindung in eine kooperative Gemeinschaft ihre ohnmächtige, lethargische Schicksalsergebenheit verloren. Sie begannen über Bürgerentscheide, vorbei an Ämtern und Parteien politische Ziele zu verfolgen. Gemeinsam mit der stadtweiten Gemeinschaft erreichten sie die Rückübertragung des regionalen Stromnetzes.

 

Die Forderungen der Bewegung wurden immer populärer und führten schließlich zu einer Parteiengründung: einer besonderen Partei mit dem Namen ''Die Aktiven''. Sie war die Partei der Aktivisten der freien Gruppen und Gemeinschaften. Ihr Aufbau war ebenfalls direktdemokratisch. Schließlich erreichte die Liste der Aktiven der Gemeinschaftsbewegung in Deutschland mit Nina Blohm an der Spitze bei Bundestagswahlen die absolute Mehrheit. Per Bundestagsbeschluss konnte daraufhin ein Konvent zur Erarbeitung eines Änderungsentwurfs des bisher ohne Volksabstimmung als Verfassung geltenden Grundgesetzes gewählt werden.

 

Über den Verfassungsentwurf wurde in der Versammlung weniger inhaltlich zu den einzelnen Artikeln, sondern vielmehr quantitativ zum notwendigen Regelungsbedarf gestritten. Die Mehrheit entschied sich schließlich mit 69% für die minimale Variante, mit klar verständlichem Inhalt. Diese Entscheidung wurde auch vor dem Hintergrund des Subsidiaritätsprinzips und eines möglichen Zusammenschlusses mit anderen nationalen Gemeinschaften getroffen. Später könnten bei Bedarf immer noch spezielle Regelungen für Deutschland in einem nur national gültigen Verfassungszusatz getroffen werden.

 

Die Verfassung hatte insbesondere folgende Inhalte:

  • Die Würde des Menschen wurde ebenso wie die allgemeinen Menschenrechte garantiert.

  • Der Schutz der natürlichen Umwelt und des Klimas wurde neben der Orientierung am Gemeinwohl als grundsätzliche Zielvorgaben aufgenommen.

  • Die Gemeinschaftsordnung über Basisgruppen bis zur nationalen Gemeinschaft und der Option zur Weltgemeinschaft mit einheitlichem Gemeingut sowie einer gemeinsamen Einheitswährung wurde verankert.

  • Die Definition und Verteilung des allen Menschen zustehenden Gemeingutes sowie der Anspruch aller Menschen auf Grundversorgung wurde festgeschrieben.

  • Das einheitliche bedingungslose Grundeinkommen sowie die Finanzierung über eine allgemeine Verbrauchsabgabe wurde als allgemeines Menschenrecht garantiert.

  • Das Subsidiaritätsprinzip erlangte Verfassungsrang.

  • Exekutive, Judikative und Monetative wurden als zusätzliche Gewalten in die Verfassung aufgenommen.

  • Die Kooperation wurde innerhalb der Gemeinschaften und den zusätzlichen Gewalten als Organisationsprinzip ohne unabhängige Kopfstellen festgelegt.

  • Orientierung am Gemeinwohl und der Kooperation wurden als Leitlinien auch in der Wirtschaft festgeschrieben.

  • Zinsfreiheit für risikolose Kredite und die Besteuerung von unproduktiven Finanzvermögen wurde als Staatsziel formuliert.

 

Mit den Wahlen verloren die bisherigen Regierungen und parlamentarischen Mandatsträger Schritt für Schritt ihre Ämter. Die für die Übergangszeit in Deutschland eingesetzte Regierung trat zusammen mit dem Bundespräsidenten nach den Wahlen zur nationalen Gemeinschaft zurück.

Nina Blohm vertrat nach den Gemeinschaftswahlen in ihrer nationalen Gemeinschaft 3,7 Mio. Deutsche. Später wurde sie in die Weltgemeinschaft gewählt und vertrat dort 27 Mio. Europäer(innen).

 

Der Weg zum neuen Afrika

 

Marwena Yaboha ist in Ghana groß geworden. Ihre Basisgruppe befindet sich am Fischhafen der Stadt Winneba am Golf von Guinea. Sie hat sich in Ghana zunächst einen Namen als Bürgerrechtlerin gemacht und viele Monate im Gefängnis verbracht.

 

Die Idee der Weltgemeinschaft aus Europa fand langsam den Weg in die Köpfe der Welt. Marwena Yaboha erkannte sofort die Chance, die die weltweite Angleichung der Lebensbedingungen für Ghana und die Menschen in Afrika bedeutete. Die afrikanische Union und auch die ghanaische Regierung hatten zunächst eine negative Haltung zur internationalen Gemeinschaftsbewegung eingenommen. Sie sahen ihre Machtbasis als gefährdet an.

 

Die Völker Afrikas hatten diese Idee zunächst weder wahrgenommen, noch in irgendeiner Weise reagiert. Marwena Yaboha hingegen reagierte sofort. Sie diskutierte mit ihrem persönlichen Umfeld und gründete mit ihren Mitstreitern(innen) die erste Basisgruppe des afrikanischen Kontinents. Insbesondere die Überführung der Bodenschätze in Gemeingut könnte die Medizin sein, die dem korruptionsgeschüttelten Kontinent die erhoffte Heilung und endlich Frieden bringt.

 

Es dauerte etwa neun Monate bis zur Gründung der ersten unabhängigen Bezirksgruppe. Weitere sechs Monate gingen ins Land bis Winneba als erste freie Basisgemeinschaft Afrikas Geschichte schrieb. Mittlerweile hatten sich in allen größeren Städten Afrikas, aber auch in einigen ländlichen Regionen Basisgruppen gebildet. Vereinzelt gab es bereits Bezirksgruppen. Die Diskussion über die Ziele der Gemeinschaftsbewegung zog immer breitere Kreise. Einkommensangleichung und bedingungsloses Grundeinkommen waren die Stichworte für die breiten Massen. Die Völker Afrikas erwachten allmählich.

 

Auf dem afrikanischen Kontinent kam es zu Demonstrationen. Die Gewerkschaften riefen vereinzelt zum zivilen Ungehorsam auf. Äthiopien, Simbabwe, Südafrika und Namibia bildeten als erste Staaten Afrikas freie nationale Gemeinschaften. In Ghana verfolgte die Regierung nach wie vor einen strikten Konfrontationskurs.

 

Als in Deutschland der erste Staat der Welt eine Gemeinschaftsverfassung verabschiedet hatte und jedem Bürger ein bedingungsloses Grundeinkommen zahlte, brach in Afrika der Volkssturm los. Deutschland genoss überall in Afrika außerordentlich hohes Ansehen. Die Gewerkschaften riefen zum Generalstreik auf. Schließlich hatte keine Regierung mehr den Mut, sich gegen das Volk zu stellen. Mit Unterstützung der Regierungen gründeten sich überall in Afrika - auch in Ghana - freie nationale Gemeinschaften, die zunächst für jedes Land eine verfassungsgebende Versammlung wählten. Diese Wahlen wurden von den nationalen Parlamenten bestätigt. In einigen Ländern erfolgte diese Bestätigung erst, nachdem den Mitgliedern der Regierung und des Parlamentes Straffreiheit für die Zeit vor der Verabschiedung einer neuen Verfassung zugesichert worden war.

 

Als Vorsitzende der verfassungsgebenden Versammlung in Ghana wurde Marwena Yaboha gewählt. Ausgangspunkt der Diskussion war die deutsche Gemeinschaftsverfassung, die allen Delegierten(innen) in Übersetzung vorlag und inzwischen auch in vielen europäischen Ländern galt. Die anderen afrikanischen Staaten wurden durch Kontakte zwischen den Vorsitzenden(innen) der verfassungsgebenden Versammlungen eingebunden. Marwena Yaboha koordinierte diese Kontakte und sorgte für eine umfassende Information aller afrikanischen Delegierten(innen) der jeweiligen nationalen Versammlungen. Für sie erfüllten sich alle Träume ihres Lebens. Sie war am Ziel ihres aufopfernden Kampfes angekommen.

 

Im Ergebnis wurde die deutsche Gemeinschaftsverfassung in allen afrikanischen Nationen gleichermaßen mit einigen Zusätzen, die mit der speziellen afrikanischen Geschichte im Zusammenhang stehen, als Verfassungsentwürfe verabschiedet und in allen Volksabstimmungen bestätigt. Nach den Wahlen in den offiziellen Gruppen und Gemeinschaften schlossen sich alle nationalen Gemeinschaften noch vor Europa zur afrikanischen Gemeinschaft zusammen.

 

Marwena Yaboha ist heute Delegierte Afrikas in der Weltgemeinschaft und wird als afrikanische Kontinentalheldin verehrt.

 

Der Umbruch in den USA

 

James Cooper war verzweifelt. Er war in Montgomery, Alabama, USA zu Hause. Sein Sohn war Opfer des Amoklaufes eines seiner Mitschüler geworden. Das tat weh. Keiner hatte seinem Sohn helfen können. Die Lehrer waren genervt und selbst zu schwach, um ihm zu helfen. Sie wollten ihre Ruhe haben und schauten weg. Er durfte nicht "petzen", sonst würde alles noch viel schlimmer. "Cybermobbing" war man hilflos ausgeliefert. Die Schule und das ganze Leben war für seinen Sohn und den Amokläufer eine Tortur gewesen. Der Amokläufer war im Grunde auch selbst Opfer. Die Selbstmorde und Amokläufe nahmen immer größere Ausmaße an.

 

James Cooper wollte nicht länger tatenlos zusehen. Nun stand die USA vor einem Bürgerkrieg. Etwa 10% der Bevölkerung hatte sich nach den Grundsätzen der Gemeinschaftsbewegung neben den staatlichen Institutionen in alternativen Strukturen vernetzt. James Cooper war Mitglied der nationalen Gemeinschaft.

 

Diese Bewegung wurde zunächst belächelt und geduldet. Erst als in Europa die ersten staatlich verfassten Gemeinschaften entstanden, schwenkten die Machteliten des Landes auf Konfrontation um. Präsident, Regierung, Capitol, Geheimdienste, Militärs, Wirtschaft, Establishment alle sahen ihre Zukunft in Gefahr. Die Gemeinschaftsbewegung wurde verboten und galt plötzlich als Staatsfeind Nummer eins.

 

Nicht nur die normale Bevölkerung, sondern auch Soldaten, Polizisten und Angestellte der Regierung sahen was in Europa geschah. Trotz kritischer Berichterstattung in den großen Medien setzten sich authentische Informationen durch. Gewerkschaften berieten über Kampfmaßnahmen. Das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens und der garantierten Grundversorgung überzeugte immer größere Teile der Bevölkerung, zumal es in Europa bereits in einigen Staaten tatsächlich erfolgreich praktiziert wurde. Auf der anderen Seite wurden die krisenhaften Entwicklungen in der Wirtschaft, dem Klima und der Staatsfinanzierung zunehmend kritisch gesehen.

 

Der Präsident wandte sich an die Nation und warnte vor der Übermacht Chinas in einer vernetzten Weltgemeinschaft. Die USA hätte dann nur noch geringen Einfluss, deren Vormachtstellung ginge verloren. Die Verhaftung von James Cooper und anderen Mitgliedern der verbotenen nationalen Gemeinschaft wegen Landesverrats brachte das Fass schließlich zum Überlaufen. Der zivile Ungehorsam der Bevölkerung, verbunden mit einem Generalstreik und sozialen Unruhen brachte die Regierung schließlich zur Vernunft. Der Präsident schlug die Wahl einer verfassungsgebenden Versammlung vor und bat Senat und Repräsentantenhaus um Zustimmung. Die gültige Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika wurde von den gewählten Delegierten der Gründungsstaaten verabschiedet. Das Volk selbst hatte nie zugestimmt. Sie galt als völlig veraltet. Eine Neufassung mit Referendum könnte in den USA eine neue Ära einleiten.

 

James Cooper, wurde zusammen mit den anderen Inhaftierten der nationalen Gemeinschaft freigelassen und rehabilitiert. Der Präsident nominierte ihn als Leiter der verfassungsgebenden Versammlung. Nach erfolgter Zustimmung des Kongresses, wurden Vertreter der Gemeinschaftsbewegung mit absoluter Mehrheit in die Versammlung gewählt. James Cooper übernahm den Vorsitz. Wie zu erwarten war, orientierte sich der schließlich mit großer Mehrheit verabschiedete Entwurf an den europäischen Vorlagen. Das anschließende, erfolgreiche Referendum und der Beitritt zur Weltgemeinschaft waren folgerichtig.


 

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